Death Cafe Erinnerung 

Jeden 3. Donnerstag im Monat veranstaltet das Palliativnetz Travebogen in Zusammenarbeit mit der Lübecker Hospizbewegung e.V. 
ein Death Café, um über Tod, Trauer und Abschied zu sprechen.

Der nächste Termin ist der 18.08.2022 von 16.00 - 17.30 Uhr
im Tonfik, Große Burgstraße 46, 23552 Lübeck.

"Death Café“. Das Café des Todes. Es klingt wie die Übersetzung eines Hollywood-Thrillers. Und trotz des brachialen Namens soll sich keiner vor einem Besuch fürchten – ganz im Gegenteil nämlich, denn Lachen ist hier ausdrücklich erwünscht. Auch wenn es bei den Gesprächen in dem Café tatsächlich um und über den Tod geht.

Wie möchte ich sterben? Welche Rituale gehören zu einem guten Abschied? Braucht Abschied einen Ort? All das sind Fragen, über die es sich lohnt, gemeinsam zu sprechen, zu philosophieren, nachzudenken. Die Idee dahinter: Das Thema Tod und Trauer aus der meist verdrängten Ecke ins Leben zu holen und sich der eigenen Endlichkeit bewusst zu werden, um damit das Leben erfüllter zu gestalten.

Die Grundregeln sind dabei denkbar einfach: Das Café ist nicht kommerziell, es gibt immer Kaffee und Kuchen, die Treffen finden immer in einem geschützten und respektvollen Rahmen statt, es gibt keine bestimmte Vorgehensweise, Themen können vorgeschlagen werden, ansonsten wird über alles gesprochen, was die Teilnehmenden bewegt. Außerdem gibt es keine Hierarchien.

Gründer der Bewegung ist der Engländer Jon Underwood, der das Café-Modell nach Ideen des Schweizer Soziologe Bernard Crettaz entwickelte. 2011 fand das erste Death Café in Underwoods Haus in East London statt. Es wurde von seiner Mutter, der Psychotherapeutin Sue Barsky Reid, moderiert. Die beiden erstellten in der Folge einen Leitfaden zum Führen von Death Cafés, der nur ein Jahr später veröffentlich wurde. Aus England verbreitete sich die Idee von da an rasant weiter. Bereits 2012 fand die erste Veranstaltung in den USA statt.

Und warum das Ganze? „Wir haben festgestellt, dass es Menschen gibt, die gerne über den Tod sprechen möchten“, heißt es auf ihrer Homepage. „Und dass viele leidenschaftlich genug sind, um ihr eigenes Todescafé zu organisieren.“ Underwood starb überraschend 2017, seitdem führen seine Mutter und seine Schwester Jools Barsky die Idee fort. Mittlerweile soll es in 65 Ländern rund 8350 „Death Cafes“ oder „Café Mortel“ geben, davon 52 in Deutschland.

Und natürlich auch in Lübeck. Mit dem Death Café möchte das Palliativnetz Travebogen alle Neugierigen einladen, sich bei Kaffee und Kuchen in entspannter Atmosphäre über das Lebensende und alles Menschliche auszutauschen. Es handelt sich dabei um eine offene Gesprächsrunde, keine Trauerbegleitung und auch keine Selbsthilfegruppe. Die Gruppe trifft sich immer am dritten Donnerstag eines Monats.

Die Teilnahme an den Treffen ist kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht nötig.

Kommen Sie vorbei - gerne auch spontan!


Hier finden Sie den vollständigen Flyer zum Death Café als Download.

 

Aktuelles

Staffelübergabe beim Runden Tisch Palliativversorgung

Wie kann die Versorgung sterbender und schwerstkranker Menschen in Lübeck verbessert werden?!

Das ist die Ausgangsfrage, mit der sich der „Runde Tisch Palliativversorgung“ beschäftigt. Nach einer Corona-bedingten Pause will das Gremium im Oktober, passend zur Lübecker Hospiz- und Palliativwoche, wieder seine Arbeit aufnehmen. Ort und Datum werden noch bekannt gegeben.

Für die Neuorganisation fand aber bereits jetzt die symbolische Staffelübergabe statt: Dr. Anne Mareike Stoll vom Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) übergab die Verantwortung an den Geschäftsführer des Palliativnetz Travebogen Thomas Schell. „Ich freue mich, dass diese wichtige Runde wieder belebt wird“, betont Schell. Staffelbergabe Runder Tisch Palliativversorgung

Der Sozialausschuss der Lübecker Bürgerschaft hatte im Mai 2019 die Einrichtung eines Runden Tisches zur Palliativpflege in Lübeck beschlossen. Im Frühjahr 2020 nahm dieser seine Arbeit auf. Es ist ein Pilotprojekt in Schleswig-Holstein. Teilnehmer der Arbeitsgruppe sind unter anderem die Hansestadt Lübeck, Sana und UKSH, die Vorwerker Diakonie, die Vereine Lübecker Hospiz Bewegung, Die Muschel, der Travebogen und viele andere Akteure in der Palliativversorgung. Aufgebaut werden soll auf diesem Weg ein direkter Draht zur Lübecker Sozialpolitik, um konkrete Handlungsempfehlungen zu geben, wie die Situation der Hospiz- und Palliativmedizin in der Hansestadt in Zukunft verbessert werden kann.

Herzkissen-Spende für das Palliativnetz Travebogen

Mit Liebe genäht und von Herzen verschenkt!

Mit Herz und Seele hat der Frauenkreis der Adventgemeinde Lübeck Herzen von Herzen bei mehreren Zusammenkünften auch unter den erschwerten Corona-Bedingungen zahlreiche farbenfrohe Herzkissen genäht und jetzt an das Palliativnetz Travebogen übergeben.

Bild1 Herzkissen

Die Herzkissen vermögen Großes bewirken! Sie haben eine schmerzlindernde Wirkung, erleichtern das Liegen und schützen vor versehentlichen Stößen. Zudem sind Sie wundervoller Seelentröster. Neben den Herzkissen hatten die kreativen Damen der Adventgemeinde Lübeck auch neue Ideen im Gepäck: Kleinere Portkissen in Herzform und eine liebevoll gehäkelte Krake, die den Betroffenen durch das Fingerspiel mit den Tentakeln als Beruhigung dienen und so zur inneren Balance beitragen kann.

„Die Herzkissen sind für viele unserer Patientinnen und Patienten ausgesprochen hilfreich und einfach ein wunderbares Geschenk“, betonte Travebogen Geschäftsführer Thomas Schell. „Wir freuen uns sehr über die tatkräftige Unterstützung und die kreativen Ideen des Frauenkreises Herzen von Herzen der Adventgemeinde Lübeck.“

Bild2 Herzkissen

 

Travebogen und DRK-Schwesternschaft kooperieren

Auf gute Zusammenarbeit:

Das Lübecker Palliativnetzwerk Travebogen hat mit der DRK-Schwesternschaft der Hansestadt einen neuen Koperationspartner gefunden. Mit Wirkung zum 1. März übernahm die Schwesternschaft unter der Leitung von Martina Egen Aufgaben der spezialisierten ambulanten Palliative Versorgung (SAPV) insbesondere im Norden Lübecks. "Ich freue mich auf gutes Teamwork mit der DRK-Schwesternschaft und bin mir sicher, dass wir auf diesem Wege die palliative Versorgung der Patienten in Lübeck weiter verbessern werden", betont Travebogen Geschäftsführer.

Die Lübecker DRK-Schwesternschaft ist eine von bundesweit 31 Schwesternschaften, die zusammen 21.000 Mitglieder haben. In der Hansestadt bietet sie bereits ein breites Pflegeangebot an, unter anderem betreibt die Schwesternschaft das Geriatriezentrum auf Marli. Der Travebogen betreut in den Regionen Lübeck, Bad Segeberg, Bad Oldesloe und Kaltenkirchen jährlich mehr als 1400 schwerstkranke und sterbende Menschen.

DRK Schwesternschaft