Death Cafe Erinnerung 

Jeden 3. Donnerstag im Monat veranstaltet das Palliativnetz Travebogen in Zusammenarbeit mit der Lübecker Hospizbewegung e.V. 
ein Death Café, um über Tod, Trauer und Abschied zu sprechen.

Der nächste Termin ist der 17.11.2022 von 16.00 - 17.30 Uhr
im Tonfik, Große Burgstraße 46, 23552 Lübeck.

"Death Café“. Das Café des Todes. Es klingt wie die Übersetzung eines Hollywood-Thrillers. Und trotz des brachialen Namens soll sich keiner vor einem Besuch fürchten – ganz im Gegenteil nämlich, denn Lachen ist hier ausdrücklich erwünscht. Auch wenn es bei den Gesprächen in dem Café tatsächlich um und über den Tod geht.

Wie möchte ich sterben? Welche Rituale gehören zu einem guten Abschied? Braucht Abschied einen Ort? All das sind Fragen, über die es sich lohnt, gemeinsam zu sprechen, zu philosophieren, nachzudenken. Die Idee dahinter: Das Thema Tod und Trauer aus der meist verdrängten Ecke ins Leben zu holen und sich der eigenen Endlichkeit bewusst zu werden, um damit das Leben erfüllter zu gestalten.

Die Grundregeln sind dabei denkbar einfach: Das Café ist nicht kommerziell, es gibt immer Kaffee und Kuchen, die Treffen finden immer in einem geschützten und respektvollen Rahmen statt, es gibt keine bestimmte Vorgehensweise, Themen können vorgeschlagen werden, ansonsten wird über alles gesprochen, was die Teilnehmenden bewegt. Außerdem gibt es keine Hierarchien.

Gründer der Bewegung ist der Engländer Jon Underwood, der das Café-Modell nach Ideen des Schweizer Soziologe Bernard Crettaz entwickelte. 2011 fand das erste Death Café in Underwoods Haus in East London statt. Es wurde von seiner Mutter, der Psychotherapeutin Sue Barsky Reid, moderiert. Die beiden erstellten in der Folge einen Leitfaden zum Führen von Death Cafés, der nur ein Jahr später veröffentlich wurde. Aus England verbreitete sich die Idee von da an rasant weiter. Bereits 2012 fand die erste Veranstaltung in den USA statt.

Und warum das Ganze? „Wir haben festgestellt, dass es Menschen gibt, die gerne über den Tod sprechen möchten“, heißt es auf ihrer Homepage. „Und dass viele leidenschaftlich genug sind, um ihr eigenes Todescafé zu organisieren.“ Underwood starb überraschend 2017, seitdem führen seine Mutter und seine Schwester Jools Barsky die Idee fort. Mittlerweile soll es in 65 Ländern rund 8350 „Death Cafes“ oder „Café Mortel“ geben, davon 52 in Deutschland.

Und natürlich auch in Lübeck. Mit dem Death Café möchte das Palliativnetz Travebogen alle Neugierigen einladen, sich bei Kaffee und Kuchen in entspannter Atmosphäre über das Lebensende und alles Menschliche auszutauschen. Es handelt sich dabei um eine offene Gesprächsrunde, keine Trauerbegleitung und auch keine Selbsthilfegruppe. Die Gruppe trifft sich immer am dritten Donnerstag eines Monats.

Die Teilnahme an den Treffen ist kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht nötig.

Kommen Sie vorbei - gerne auch spontan!


Hier finden Sie den vollständigen Flyer zum Death Café als Download.

 

Aktuelles

Lübecker Senatorin informierte sich beim Travebogen

Pia Steinrücke, Lübecks Wirtschafts- und Sozialsenatorin, besuchte das Palliativnetz Travebogen

Die Politikerin informierte sich dabei über die Arbeit des Travebogens sowie über das geplante bundesweite Pilotprojekt "Ein Haus für Lübeck", ein kombiniertes Hospiz- und Palliativzentrum, welches an der Schlutuper Straße entstehen soll. 

Steinrücke beschrieb das ambitionierte Vorhaben als "sehr sinnvolles und unterstützenswertes Projekt". Sie wies darauf hin, dass sie den Antrittsbesuch als Auftakt für eine gute Zusammenarbeit sieht. "Mir liegt viel daran, mitzuwirken bei den Prozessen und etwas entstehen zu lassen", betonte Steinrücke.

Der Travebogen verständigte sich mit der Senatorin darauf, über das Projekt sowie die Palliativarbeit in der Hansestadt weiter im Austausch zu bleiben. Travebogen-Bereichsleiterin Carola Neugebohren sagte: "Lübeck ist im sozialen Bereich als Kommune gut aufgestellt. Es ist wichtig, so etwas auch mal zu sagen und als Botschaft nach außen zu tragen."

Das 2009 gegründete Palliativnetz Travebogen ist ein Zusammenschluss aus Ärzten, Pflegediensten, ambulanten Hospizdiensten, stationären Einrichtungen und Ehrenamtlichen, die eine umfassende palliative Betreuung gewährleisten. Travebogen ist in Lübeck und Teilen von Ostholstein sowie in den Kreisen Segeberg und Stormarn aktiv. Das Palliativnetz hat im vergangenen Jahr rund 1600 sterbende Menschen begleitet. 

 Bild Travebogen Steinrcke

Thomas Schell, Geschäftsführer der Palliativnetz Travebogen gGmbH und Pia Steinrücke, Wirtschafts- und Sozialsenatorin der Hansestadt Lübeck

 

Hospiz- und Palliativwoche 2022

9. Ausgabe der Hospiz- und Palliativwoche lockt mit 29 Veranstaltungen

Audiowalk, Schreibwerkstatt, Poetry Slam: Zur neunten Hospiz- und Palliativwoche hat das Lübecker Palliativnetz Travebogen gemeinsam mit seinen Partnern wieder ein vielfältiges Programm auf die Beine gestellt. Vom 8. bis zum 23. Oktober finden insgesamt 27 Veranstaltungen in Lübeck sowie jeweils eine in Bad Oldesloe und Kaltenkirchen statt. Die Aktionswoche steht in diesem Jahr unter dem Motto „Sprache – Ausdruck – Kommunikation in der palliativen und hospizlichen Versorgung“. 

„Wir leben in einer Gesellschaft, in der wir vermeintlich über alles offen sprechen können und das auch tun. Sehen wir genauer hin, dann gilt das allerdings nur sehr bedingt für das Thema ,Tod‘ und noch weniger für das Themenfeld ,Sterben‘. Dabei ist der Austausch über Themen, die uns bewegen, ein  wichtiger  Mechanismus  zur emotionalen Verarbeitung all dessen, was uns belastet“, sagt Malte C. Lachmann, Schauspieldirektor am Theater Lübeck, der in diesem Jahr die Schirmherrschaft der Veranstaltungswoche übernommen hat. Das Ziel der Hospiz- und Palliativwoche ist, Krankheit und Tod als Teile des Lebens zu enttabuisieren. Das komplette Programm gibt es im Internet unter www.palliativwoche.de.
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Travebogen setzt auf E-Mobilität

Palliativnetz Travebogen plant, seine gesamte Dienstwagenflotte auf Elektrofahrzeuge umzustellen

 „Wir sehen das als unseren wichtigen Beitrag zum Klimaschutz“, betont Travebogen-Geschäftsführer Thomas Schell. Von den rund 70 Autos fahren die ersten zehn Prozent bereits elektrisch, vor kurzem wurden am Standort in Bad Segeberg 4 neue Renault Zoe in Empfang genommen. „Das funktioniert, weil wir als Unternehmen dort eigne Ladeboxen installieren können, an anderen Standorten konnten wir mit den Eigentümern noch keine Vereinbarungen darüber schließen“, erklärt Schell.

Ein anderes Problem: Die Liefermöglichkeiten der Hersteller für E-Autos sind aktuell begrenzt. „Der Wunsch unserer Beschäftigten nach E-Fahrzeugen ist groß, unsere Bereitschaft auch da – was fehlt ist einfach noch die Infrastruktur“, so Schell. Der Travebogen hofft den Anteil an E-Autos in seiner Flotte bis 2024 mindestens auf 40 Prozent ausbauen zu können.

Palliativnetz Travebogen E Auto

Claudia Schwarz (Stellvertreterin Koordination Bad Segeberg), Kerstin Mielke (Bereichsleitung Koordination Bad Segeberg), Thomas Schell (Geschäftsführer) freuen sich über die neuen E-Autos am Travebogen-Standort Segeberg

 

Neuer Flächenlaser für den Travebogen

Spendengelder ermöglichen die Anschaffung eines zweiten Gerätes

Mit Hilfe von Spendengeldern in Höhe von 16.000 Euro konnte das Palliativnetz Travebogen die Anschaffung eines zweiten Flächenlasers für die Region Lübeck realisieren. Das erste Gerät wurde Ende des Jahres 2020­­ – ebenfalls durch Spenden finanziert – angeschafft und hat sich innerhalb von kurzer Zeit sehr bewährt. Bei der Low-Level-Lasertherapie handelt es sich um eine ergänzende Heilmethode, bei der moderne Technik angewandt wird, um beispielsweise die Wundheilung zu fördern.

„Wir freuen uns über die Anschaffung des zweiten Flächenlasers, da sich die Low-Level-Lasertherapie in unserer Versorgung etabliert hat, unter anderem als eine ergänzende und schmerzfreie Methode zur Wundbehandlung“, betont Pflegedienstleiter Denny Roedszus.

Der Travebogen bedankt sich von Herzen bei allen SpenderInnen, die mit Ihrer Unterstützung eine solch wichtige und für die PatientInnen entlastende Therapie möglich machen.

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(Andrea Grußendorf und Denny Roedszus vom Travebogen mit dem neuen mobilen Lasergerät)